Gewitter gestern Abend bei mir, ich schaue hinauf in die Gewitterwolken und entdecke eine Göttin: Elektra!
Die habe ich vor kurzem auch auf eine meiner Leinwände gebracht.
Die griechische Elektra steht für die (elektrischen) Gewitterwolken, die durch die wiederkehrende Sonne beleuchtet sind. Damit sind diese Wolken zwar sehr bedrohlich, doch man weiß, dass es auch bald wieder hell wird. Sie wird daher auch als „die Goldhelle“, „die Strahlende“ oder die „Brillante“bezeichnet.
Sie ist eine kraftvolle Lebensbringerin und bringt mit den Gewittern das lebensnotwendige Wasser.
Sie steht auch für elektrische Ladung, die sich in den Blitzen äußert. Und ist im übertragenen Sinne auch der „zündende Funken“, der Ideen und Projekte in Gang bringt. Als Göttin der stürmischen Wolken ist sie bedrohlich, doch sie ist auch für den sprichwörtlichen Silberstreifen am Horizont verantwortlich.
Man kann sie erkennen, wenn die Sonne durch die Gewitterwolken scheint. Wenn das Unwetter vorbei ist, dann bringt sie Iris zu Welt und damit ist sie die Mutter der Regenbogengöttin, die die Hoffnung wieder bringt.
Es lag auf der Hand: Nachdem ich Iris gemalt hatte, interessierte mich auch ihre Mutter Elektra. Sie tanzt inmitten der Blitze über den Himmel, ist selbst Blitz (könnt ihr die gelbe Elektra links im Bild erkennen?), ist hochenergetisch, eine flüchtig Erscheinung, berauschen schön und sehr gefährlich. Schnell skizziert auf einem wilden Untergrund war sie schon da und duldete keinerlei weitere Bearbeitung. Das Bild war so schnell wie ein Blitz fertig.
Göttin oder literarische Figur?
Unter dem Namen Elektra sind mehrere Frauengestalten der griechischen Mythologie bekannt. Ausführlichere Informationen zu diesen gibt es auf artedea.net
Wir kennen Elektra vor allem in ihrer literarischen Form von Äschylos, Sophokles und Euripides auf denen auch auch das Libretto für die Oper „Elektra“ von Richard Strauss beruht.
Man könnte daher meinen, dass Elektra eine rein literarische Erfindung ist, die jeden mythologischen oder historischen Hintergrund entbehrt. Da sie aber eine zentrale Figur in der griechischen Mythologie ist, ist das wohl nicht ganz zutreffend.
Verschiedene Naturereignisse, wie eben Gewitter und Blitze wurden sehr oft mit Gottheiten in Verbindung gebracht. Elektra ist als personifiziertes Gewitter eine Göttin. Und die literarische Bearbeitung durch die griechischen Tragödiendichter fußt offenbar auf einer archaischen Frauenfigur, der Göttin Elektra.
Und wie ich gestern Abend so in den Himmel geschaut habe, konnte ich sie tatsächlich erkennen – diese Blitzgöttin. Und wie das Gewitter vorbei war, hab ich ein wenig auf der regennassen Wiese getanzt, froh über die frische Luft und die inspirierenden Energie dieser kraftvolle Lebensbringerin.
Mehr zu den erwähnten Göttinnen:
Elektra
Iris
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