Das kommt nur sehr selten vor: Die längste Nacht des Jahres ist gleichzeitig auch die dunkelste, denn wir haben zur Wintersonnenwende 2025 eine Schwarzmondnacht.
Die Wintersonnenwende ist ja immer eine besonders magische Zeit im Jahr: Aus der größten, längsten und tiefsten Dunkelheit heraus wird das neue Licht geboren. Und dieses Jahr ist sie ganz besonders, denn sie fällt nahezu zeitgleich mit dem Dezember-Schwarzmond zusammen.
Der Winterbeginn fällt heuer auf den 21. Dezember. Genau um 16:03 Uhr mitteleuropäischer Zeit erreicht die Sonne ihren südlichsten Punkt auf dem südlichen Wendekreis und „wendet“ sich.
Schwarzmond ist am 20. Dezember um exakt 02:43 Uhr MEZ.
Zur Unterscheidung: Von Schwarzmond sprechen wir, wenn vom Mond gar nichts zu sehen ist. Neumond ist dann, wenn sich die erste schmale Mondsichel am Himmel zeigt.
Der doppelte Zyklus hinein in das neue Licht
Das bedeutet, dass wir die große Dunkelheit in zweifacher Weise erleben und dass das Licht in doppelter Weise zunimmt:
- Im Jahresverlauf wird zur Wintersonnenwende das Licht „neu geboren“.
In der größten Dunkelheit „wendet“ sich die Zeit.
Ab nun, ab Winterbeginn werden die Tage allmählich wieder länger und die Sonne gewinnt täglich neue Kraft, kaum spürbar noch, doch hoffnungsfroh.
Mit dem Fest der Wintersonnenwende machten sich die Menschen schon vor langer, langer Zeit bewusst, dass sie nicht ewig in den Klauen des kalten Winters gefangen sind. Es war daher immer schon ein Fest der Hoffnung, des Lebens und des Neubeginns. - In den Mondzyklen beginnt unmittelbar nach Schwarzmond, also mit Neumond der neue Zyklus, der jeden Tag bis zu Vollmond die Nacht immer mehr erhellt.
Das Zusammenfallen von Wintersonnenwende mit Schwarz- bzw. Neumond ist ein sehr seltenes Ereignis. Das letzte Mal fiel ein Schwarzmond exakt auf den Tag der Wintersonnenwende (21. Dezember) im Jahr 2014. Ähnliche Konstellationen wie heuer ergeben sich durch den 19-jährigen Zyklus erst wieder in den Jahren 2033 und 2052.
Was bedeutet das für uns?
Jedes Monat durchschreiten wir die Mondzyklen und die Zeit um Schwarzmond ist immer so etwas wie ein kurzes Innehalten.
Diese vollkommene Dunkelheit hat ihre ganz besondere Energie:
Jene des tiefen Hineinsinkens in den Urzustand, wie er z.B. im Mythos der Göttin Khaos beschrieben wird.
Die Zeit des Schwarzmondes erinnert uns an die Urkraft der dunklen Höhle der Gebärmutter, aus der wir alle gekommen ist. Dies ist auch die Qualität der Göttin in ihrem dunklen Aspekt, jener, der man nichts vormachen kann, die immer alle Ungereimtheiten aufdeckt, den Finger auf Wunden legt und damit schmerzhafte Prozesse oft auf radikale Weise heilt. Sie, die Alte ist es, die große Zeiträume überblickt und weiß, was zu tun ist. Es geht dabei immer um Wahrhaftigkeit.
Im Jahresverlauf ist die Wintersonnenwende jene Zeit, in der sich die Natur gänzlich zurückgezogen hat. Alles ist reduziert, die gesamte Kraft ist im Innersten, in den Wurzeln, tief in der Erde. Alles gemahnt zur Ruhe, zur Stille, zum Innehalten.
Am 21. Dezember um exakt 16:03 Uhr MEZ wird heuer die Sonne ihren Tiefpunkt erreicht haben. Ein kurzer Stillstand und dann ändert die Erde ihre Taumelrichtung, sodass die Sonne wieder zu uns nach Norden kommt.
Schon merkwürdig, dass diese dunkelste und stillste Zeit im Jahresverlauf für viele von uns so schrill und hektisch wahrgenommen wird. Viele hetzen durch Geschäfte, um Geschenke zu besorgen, überall plärren uns Weihnachtslieder entgegen. Völlig wahnwitzig kämpfen in den Einkaufsstraßen Kaskaden von Lichterketten und Leuchtreklamen gegen die Dunkelheit an, die so natürlich wäre in dieser Zeit.
Ein besonderer Wandlungs- und Wende-Zeitpunkt
Vielleicht wollen wir die Gelegenheit wahrnehmen und diese längste und auch dunkelste Nacht dieses Jahres anders nutzen. Denn sie ist ein ganz besonderer Wandlungs- und Wende-Zeitpunkt:
Der Schwarz- und der darauffolgende Neumond gilt ja immer als gute Gelegenheit, Neues zu beginnen, ganz frisch anzufangen, neue Ideen und Projekte entstehen zu lassen, die dann so wie der Mond runder, voller und leuchtender werden.
Die Wintersonnenwende ist im Jahresverlauf jener Punkt, an dem wieder alles von Neuem beginnt. In den alten Mythen heißt es, dass die Große Mutter das neue Licht gebärt und damit die Dunkelheit überwunden ist.
Diese besondere Energie können wir rituell und für unsere magischen Vorhaben nutzen.
Fragen dazu sind:
- Was schlummert in meinem tiefsten Inneren?
- Was möchte ich ans Licht bringen?
- Worin liegt meine größte Sehnsucht?
- Woran halte ich fest?
- Was darf ich loslassen?
- Was will ich wirklich?
- Was kann ich tun (oder lassen), um dies in mein Leben zu zaubern?
Vielleicht magst du das in einer Meditation erforschen, bei der du ganz in die Dunkelheit und in den Zauber dieser Nacht eintauchst.
Anschließend ist es fein, eine Kerze zu entzünden – als Symbol für das kleine Licht, das jetzt gerade erwacht.
Sowohl die Wintersonnenwende wie auch der Schwarzmond ist eine gute Zeit, um zu manifestieren.
Die Schwarzmondmagie hilft dabei, Dinge, die wir uns wünschen, konkret und vielleicht auch real werden zu lassen.
Gerade jetzt zur Wintersonnenwende, ist es gut, Bilanz zu ziehen.
Das kannst du im Schein dieser einer Kerze machen.
- Was ist mir in diesen Jahr gelungen?
- Was steht noch an?
- Wie haben sich im Jahresverlauf meine Wünsche und Bedürfnisse geändert?
- Welche sind unwichtig geworden, weg gefallen?
- Welche dazugekommen?
- Welche Zukunftsszenarien visualisiere ich für das kommende Jahr?
- Welche konkreten Schritte gilt es jetzt zu setzen?
Und – ganz wichtig – womit beginne ich schon morgen zu Neumond? Am Tag nach der Wintersonnenwende, wenn das Licht wieder zunimmt – das Sonnen- wie auch das Mondlicht.
Was ist der erste konkrete Schritt hinein in mein wunderbares, freudvolles, erfülltes Dasein im Jahr 2026?
Mache diesen innerhalb der nächsten 24 Stunden.
Mit Sternschnuppen Wünsche ins Universum schicken
Und als ganz besondere Draufgabe zu dieser besonderen Nacht:
Es gibt den Sternschnuppenschauer der Ursiden! Sie überraschen mit Fallraten von bis zu fünfzig Sternschnuppen in der Stunde – und das genau in den Nächten rund um die Wintersonnenwende. Und da wir Schwarzmond haben, ist die Chance groß, sie besonders gut zu sehen – sollte der Himmel nicht bewölkt sein.
Also: Hinausgehen in diese magische dunkle lange Nacht und sich im Sternschnuppen-Regen auch was wünschen.
Anmerkung: Warum in den Sternschnuppen-Nächten Wünsche wahr werden, das habe ich heuer im Sommer anlässlich der Perseiden genau in diesem Blogbeitrag beschrieben.
Das alles gilt natürlich auf für die Ursiden!
Ich wünsche euch eine zauberhafte und kraftvolle Wintersonnenwende-Schwarzmond-Sternschnuppen-Nacht.
Möge das kommende Licht euch viele wunderbare Momente bescheren, die euer Herz erwärmen und eure Seele nähren!
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Mehr Infos zur Wintersonnenwende gibt es im artedea-eBook
Julfest – Das Fest des wiederkehrenden Lichts
Mehr Infos zur Mondmagie gibt es gibt es im artedea-eBook:
La Luna – Zauberhafte Mondkraft
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Bildquellen:
Lucina / artedea.net
Khaos / artedea.net
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