11. April: Welt-Atemtag für die heilende und verbindende Kraft des Atems

Einatmen – ausatmen – durchatmen!
Heute, am 11. April ist Welt-Atemtag, dieser ist ein jährliches globales Ereignis der International Breathwork Foundation (IBF), das alle einlädt, sich an die heilende und verbindende Kraft des Atems zu erinnern, zu erleben und zu feiern.
Der Atem ist das erste, was wir tun, wenn wir geboren werden – und das Letzte, wenn wir diese Welt verlassen. Dazwischen begleitet er uns tausendfach jeden Tag. Dennoch ist er für viele ein unsichtbarer Begleiter. Der Weltatemtag am 11. April wurde ins Leben gerufen, um das zu ändern – und um die transformative Kraft des Atems wieder ins kollektive Bewusstsein zu holen.
Und das Atmen verbindet uns alle. Die Luftmoleküle, die ein anderer Mensch gerade ausgeatmet hat, die durch seine Luftröhre und Lungen geflossen sind, atmen wir ein und nun fließen sie durch unsere Lungen. Welche Informationen nehmen wir damit auf und was geben wir ab?
Auch die Luft die Menschen vor hunderten und tausenden Jahren ein- und ausgeatmet haben, ist noch da und fließt durch uns. Eine Verbindung mit unseren Ahninnen und Ahnen …

Die Göttinnen des Atems

Und natürlich gibt es auch Göttinnen des Atems.
Eine von Ihnen ist Amunet. Sie ist in der alten ägyptischen Mythologie der „Atem des Lebens“, das Ur-Einatmen und das „Ur-Ausatmen.“ Es heißt, aus ihr und ihrem Atem-Wind formte sich die Erde.
Die nigerianische Göttin Oya wird als der erste und der letzte Atemzug angesehen und sie schenkt alle Atemzüge dazwischen.
Die Yoruba-Frauen bitten sie um die richtigen Worte in schwierigen Situationen. Denn Oya ist der Atem, der die Worte trägt.
Der Name der griechischen Göttin Psyche bedeutete ursprünglich „Atem“ oder „Atem-Hauch“ (von ψύχω ich atme, hauche, blase, lebe). Damit ist die enge und untrennbare Verbindung zwischen dem Atemfluss und dem Seelenleben bereits angedeutet.

Wakan ist die urweibliche Kraft im Mythos von indigenen Völkern Nordamerikas. Sie ist das Ur-Ei und auch das allererste Einatmen. Viele Mythologien indigener Völker kennen daher auch das „heilige Gesetz“, das besagt, dass „alles aus dem Weiblichen, dem Ur-Einatmen, dem Ur-Ei“ geboren wird.

Die ägyptische Skorpiongöttin Selket ist die, „die Lungen atmen lässt“.
Sie wurde im antiken Ägypten zur Hilfe gerufen, wo Luft zum Atmen gebraucht wurde, wo langer Atem (auch im übertragenen Sinne) notwendig war, wo es gilt, eine vergiftete Atmosphäre aufzulösen, zu heilen oder zu vermeiden.

Der Atem der Göttinnen kann aber auch etwas durchaus Gefährliches haben: So bringt der eisige Atemhauch der japanischen Göttin Yuki Onna den Erfrierungstod.
Und der heiße Atem der Pueblo-Göttin Wankwijo peitscht durch die Berge und kann nur mit Weihegaben wie Maismehl oder Truthahnfedern besänftigt werden.

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Mehr zu den erwähnten Göttinnen:
Amunet
Oya 
Psyche
Selket
Wakan
Wankwijo
Yuki Onna

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